Erfolg beginnt im Kopf. Unsere Einstellung zum Erfolg und auch zum gesamten Leben wird maßgeblich von unseren Glaubenssätzen geprägt. Aus positiven Gedanken können wir Kraft und Antrieb schöpfen, destruktive und negative Gedanken lähmen uns und können uns unglücklich machen.

Eine Langzeitstudie der Harvard University – immerhin über 75 Jahre – hat versucht, einen Zusammenhang zwischen Erfolg und Glück herzustellen. Das Ergebnis: Es sind weder Gesundheit noch Geld – auch nicht der Erfolg – das größte Glück für die Menschen, sondern Beziehungen. Soziale Kontakte, die über einen längeren Zeitraum qualitativ hochwertig bestehen.

Für unseren persönlichen und beruflichen Erfolg ist es ausgesprochen wichtig, sich auch in schwierigen Zeiten immer wieder selbst zu motivieren, um entsprechend lang an der persönlichen Leistungsgrenze arbeiten zu können.

Der Erfolg im Kopf beginnt mit der Entscheidung, woran du glauben möchtest. Es hängt von der Vorstellungskraft, der Entschlossenheit und dem Optimismus der verantwortlichen Führungskraft ab, ob ein großes Ziel ein Luftschloss ist – oder im Kopf bereits Realität.

Es bedeutet eine echte Veränderung des Mindsets. Wir sind kaum auf der Welt und haben den ersten Schrei von uns gegeben, da sind wir bereits von Glaubenssätzen umgeben. Unsere Eltern, unsere Familie, das gesamte soziale Umfeld – alle glauben an bestimmte Dinge, halten das eine für möglich, das andere für unmöglich, sehen dieses Verhalten als erwünscht und jenes als unerwünscht an. Kinder übernehmen diese Glaubenssätze unbewusst.

Glaubenssätze können schaden

Ob ihre unbewussten Glaubenssätze Kindern später einmal nützen oder im Weg stehen, ist purer Zufall. Es kommt darauf an, um welche Überzeugungen es sich handelt und welche Ziele der Erwachsene in seinem Leben verfolgt.

Wenn jemand mit angezogener Handbremse unterwegs ist, sich nur wenig zutraut und sein Potenzial nie voll ausschöpft, spricht man von limitierenden Glaubenssätzen.

Als ich zur Schule ging, sagte meine Mutter zum Beispiel zu mir: „Dein Bruder ist die Sportskanone, aber Sport ist nicht deins, dir liegt eher das Musische.“ Und schon hatte ich einen Glaubenssatz in meinem Kopf. Erst als Erwachsener konnte ich mich davon befreien. Ich löschte meinen alten Glaubenssatz und begann mit dem Training. Innerhalb kürzester Zeit erreichte ich die Ziele in meinem Trainingsplan, weil ich fokussiert trainierte.

Handbremse im Kopf lösen

Ich habe eindrucksvoll erlebt, wie mächtig limitierende Glaubenssätze sind und wie einfach es letztlich ist, sie zu überwinden. Wir sollten uns lediglich entscheiden, an etwas anderes zu glauben. Das ist alles. Dabei hilft es immer zu sehen, wie es auch andere schon geschafft haben, die Handbremse in ihren Köpfen zu lösen.

Was heißt das nun konkret für Unternehmen? Als Führungskraft solltest du versuchen, diese limitierenden Glaubenssätze loszuwerden – und zwar zunächst deine eigenen. Dann diejenigen, die dein Team hat. Es ist nicht so, dass du mit Menschen, die durch limitierende Glaubenssätze gehemmt sind, im Unternehmen nichts anfangen könntest. Das wäre gelogen. Nur wenn du ganz große Ziele erreichen willst, wenn du Grenzen verschieben möchtest, dann brauchst du Leute, die im Kopf frei sind. Jene, die ihre Glaubenssätze, auch die unbewussten, entdeckt, verbalisiert und schließlich aufgelöst haben. Die Arbeit mit Affirmationen, also positiv formulierten Sätzen, ist wie ein Hausputz in deinem Kopf. Du beseitigst deine limitierenden Glaubenssätze und ersetzt sie durch kraftvolle neue Gedanken. Für Spitzensportler gehört es längst zu ihrer täglichen Trainingspraxis, sich immer wieder selbst zu pushen.

Ziele unbedingt schriftlich festhalten

Studien haben übrigens auch gezeigt: Gelingt es uns, unsere Ziele schriftlich festzulegen, so werden unsere Erfolgschancen auf 76 Prozent gesteigert. Zu diesem Ergebnis kam die Psychologin Gail Matthews an der Dominican Universität in San Rafael, Kalifornien. Sie bat ihre Probanden, sich Ziele zu überlegen, die sie in den nächsten Wochen erreichen wollten. Dann teilte sie diese in fünf Gruppen, die ihre Ziele entweder mündlich formulieren oder eben schriftlich festhalten sollten. Eine Gruppe sollte zusätzlich noch den Fortschritt schriftlich festhalten. Und genau diese erreichte ihre Ziele zu immerhin 76 Prozent. Wer seine Ziele nur mündlich formulierte, schaffte nicht einmal die Hälfte.

Ergebnisse, die auch weitere Untersuchungen bestätigten. Die beiden amerikanischen Psychologen, Teresa Amabile und Steven Kramer, werteten mehr als 12.000 Tagebucheinträge von über 230 Menschen aus. Ihr Ergebnis: Wer sich jeden Tag die kleinen Erfolge notierte, war glücklicher, motivierter und auch langfristig erfolgreicher. Der Grund ist denkbar einfach: Das Belohnungszentrum im Gehirn wurde aktiviert.

Erfolg beginnt im Kopf

Wenn Erfolg im Kopf beginnt, dann bedeutet das, sämtliche Gedanken an Misserfolg aus dem Kopf zu verbannen. Gar nicht so leicht. Stimmt! Denn das bedeutet auch, negative Stimmungen und sogar schlechte Nachrichten zu vermeiden. Eine positive Sprache gehört dazu, die die gewünschte Zukunft vorwegnimmt.

Der Hintergrund ist denkbar einfach: Für Negatives brauchen wir in unserem Alltag nicht erst sorgen. Du brauchst bloß die Nachrichten im Radio oder im Fernsehen einzuschalten. Sie werden zu 90 Prozent negativ sein. Die Krux ist: Positives Denken und Reden kommt zu wenig vor, dabei erleben die meisten Menschen fast nur Positives.

Ziel im Fokus, nicht der Widerstand

Positives und zielorientiertes Denken, Sprechen und Handeln ist gerade in Organisationen essentiell, um große Ziele zu erreichen. Auf dem Weg zum großen Ziel wird es Rückschläge geben – keine Frage. Die wirklich wichtige Frage lautet jedoch: Wie gehen wir als Team damit um? Wo ist unser Fokus? Es ist wichtig, sich so viel wie möglich mit dem Ziel zu beschäftigen und nicht mit dem Widerstand.

Der starke Glaube an die Möglichkeit, etwas Großes zu erreichen, fasziniert Menschen und zieht sie an. Wenn du dich hinstellst und sagst: „Ich weiß, dass es geht und dass es gut wird“ und dabei Zuversicht und Gelassenheit ausstrahlst, weil du es nämlich wirklich glaubst, dann wirst du auch die Leute anziehen, die du brauchst – für den großen Erfolg.

Über das Buch

„DO EPIC STUFF! – Führung nach dem Ende des Change-Management“,  erschienen beim Campus Verlag. Fokussierungsexperte René Esteban erklärt zusammen mit Top-Gestaltern der heutigen Unternehmenswelt, wie man gemeinsam große Ziele erreicht. Mehr über das Buch erfahren und direkt bestellen.

Über den Autor

René Esteban ist Gründer und Geschäftsführer des Beratungsunternehmens FocusFirst GmbH. Mit seinem Team unterstützt er Führungskräfte im globalen Konzernumfeld, ihre herausforderndsten Ziele zu erreichen – und gleichzeitig die Unternehmenskultur hin zu mehr Empathie und Menschlichkeit zu entwickeln.

 

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René Esteban
Founder, CEO

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